Neu: Maximilian Horn führt Green Wind Construction GmbH
Mehr als 50 EE-Anlagen in der Pipeline
„Erst, wenn der grüne Strom fließt, ist unsere Arbeit erfolgreich beendet.“ Maximilian Horn, Geschäftsführer der neu gegründeten Green Wind Construction GmbH, sorgt in Zeiten eines sehr bewegten EE-Marktes mit seinem erfahrenen Team für die stabile Realisierung von Anlagen der Erneuerbaren Energien. Das nunmehr eigenständige Unternehmen ist damit in der Lage, sowohl die greenwind eigenen Energieparks als auch externe Kunden zuverlässig und effizient zu realisieren. Als Teil der greenwind Group wird das neue Unternehmen unter Horns Leitung in den kommenden Jahren mehr als 50 Windenergieanlagen, fünf Umspannwerke und zwei Solarparks umsetzen. Das aktuelle Projekt: Die Errichtung von fünf Vestas V150 in Freudenberg mit insgesamt 28 MW-Leistung. Im Energiepark Ramelsloh kombiniert greenwind erstmals Wind, PV sowie einen Batteriespeicher an einem Netzanschlusspunkt.
Die schlüsselfertige Errichtung von Hightech-Anlagen aller Hersteller und Größen, sei es im Rück- oder als Neubau, ist für Maximilian Horn und sein Team Tagesgeschäft. „Aufgrund unserer mehr als zehnjährigen Erfahrung wissen wir um die Herausforderungen von Trassen-, Kabel- und Fundamentbau, von Anlieferung, Errichtung der Netzanschlusspunkte und von Inbetriebnahmen“, so der Geschäftsführer, der seit 2012 sein Business bei greenwind von Grund auf gelernt hat. Wir fragen nach:
Maximilian, was erwartet dich und dein Team 2026/27?
Die nächsten Jahre werden in jedem Fall spannend und herausfordernd für greenwind und die gesamte Branche der Erneuerbaren. Zum einen gibt es sehr viele Projekte, zum anderen ist der wirtschaftliche Druck durch sinkende Zuschläge enorm gewachsen. Es gilt jetzt, Kapazitäten zu sichern und Kosten zu senken. Das betrifft alle Bereiche wie Netzanschlusskapazitäten, Kabel, Schotter, Baufirmen etc. Wobei es uns wichtig ist, kein Dumping zu betreiben, sondern mit unseren Partnern fair und auf Augenhöhe zu arbeiten.
Wo setzt du als Geschäftsführer die Schwerpunkte?
Unsere Stärke ist es, die Zügel stark in der Hand zu halten und alles so zu organisieren, dass die Hersteller termingerecht liefern und installieren können. Unsere Arbeit beginnt mit der Ausführungsplanung und endet mit der Abnahme durch die Genehmigungsbehörden. Wir sind eingebunden in die Netzanschlussplanung, welche momentan einen Weitblick von zwei bis drei Jahren benötigt, um den Netzanschluss zur Inbetriebnahme sicherzustellen.
Welche Projekte habt ihr konkret in der Pipeline?
Jedes Projekt hat seine Eigenheiten. Mal sind es zehn Kilometer Kabeltiefbau quer durch einen Forst, mal ist der Untergrund schwierig, ein anderes erfordert eine Kooperation erhöhten Abstimmungsbedarf. Noch im Februar starten wir mit dem Wegebau in Freudenberg. Vier der fünf Anlagen haben wir kurzfristig von einem anderen Projektentwickler übernommen. Die fünfte wird unserem greenwind Team gehören. Das Projekt umfasst vier BImSchG-Genehmigungen, zwei Lieferverträge, zwei Netzanschlusspunkte, ein neues Umspannwerk, eine Kooperation und weitere Herausforderungen.
Im Herbst beginnen wir mit unserem Energiepark in Ramelsloh. Darauf freue ich mich sehr. Erstmalig kombinieren wir Wind, PV sowie einen Batteriespeicher an einem Netzanschlusspunkt. Ein Meilenstein! Solchen Kombinationen gehört die Zukunft. Eine Kollegin am Standort Lübeck wird dieses Projekt und weitere im norddeutschen Raum betreuen. Repowering ist ein zudem ein Schwerpunkt. Im Projekt Crussow repowern wir im Herbst alte V80, die Kollegen von mir damals geplant haben, und ersetzen sie durch V150, inklusive neuem Umspannwerk.
Welche Spezialist:innen sind in der neu gegründeten Green Wind Construction GmbH gefragt?
Wir sind für die anstehenden Aufgaben gut aufgestellt. Ein Kollege vertieft sich gerade vermehrt in 3D Modellierung, kombiniert mit dem Einsatz unserer neuen Drohne, damit Leistungsverzeichnisse und Aufmaße noch genauer erstellt werden können. Wir schauen nach guten Projektmanager:innen, über einen „alten Hasen“ vom Bau würde ich mich besonders freuen.
Wie hast du die Entwicklung der greenwind Group in den letzten zehn Jahren erlebt?
Als ich 2015 nach meinem Studium zum M.SC Regenerative Energien fest übernommen wurde, waren wir zehn Leute im Berliner Büro und die gemeinsamen Mittagspausen freitags in der „Ständigen Vertretung“ am Schiffbauerdamm geliebtes Ritual. Die Firma wuchs konstant bis rasant. Neben der TBF kam auch noch die Bauleitung dazu, welche sich zu meiner Leidenschaft entwickelte. Glücklicherweise war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Es war toll mitzuerleben, wie sich die greenwind Group zu einem gestandenen Unternehmen am Markt entwickelt hat. Meine eigene Entwicklung zum Geschäftsführer wäre ohne das Vertrauen der Gründer Manuel Lasse und Martin Kühl nicht möglich gewesen, wofür ich sehr dankbar bin.
