„Wir brauchen keine Bremse im Ausbau der Erneuerbaren!“
Unsere greenwind Gesellschafter Martin Kühl und Manuel Lasse beziehen Stellung: „Was wir brauchen? Insbesondere müssen die Netzbetreiber in die Pflicht genommen werden. Wir zahlen alle als Gesellschaft den Preis dafür, wenn Reformen zu langsam angegangen werden oder Netzbetreiber versuchen, Veränderungen auszusitzen. Wir brauchen Planungs- und Investitionssicherheit, Speicherkapazitäten, optimierte Sektorenkopplung, intelligente Nutzung vorhandener Netze sowie Abbau regulatorischer Hürden! Die EEG-Novelle 2027 muss nachgebessert werden und bei den richtigen Akteuren ansetzen!“
Unsere Argumente:
Speicher laden statt Windräder bremsen.
Unsere Windparks liefern sauberen Strom. Trotzdem werden Anlagen bei Netzengpässen abgeregelt, während Batteriespeicher, Wärmeanwendungen oder Elektrolyseure den Strom direkt vor Ort nutzen könnten. Das ist weder wirtschaftlich noch intelligent. Redispatch muss die Einspeisung ins Netz steuern, nicht die Erzeugung von grünem Strom. Eine lokale Verwendung des Stroms hinter dem Netzanschlusspunkt muss möglich sein.
Netzanschlüsse intelligent nutzen
Die Zukunft der Energiewende heißt neben Anlagenbau: EE-Asset, Speicher, Sektorkopplung und intelligente Nutzung bestehender Infrastruktur. Wer bereits einen Netzanschluss geschaffen hat, muss diesen effizient nutzen dürfen. Eine möglicherweise verpflichtende Möglichkeit für Netzanschlussvereinbarungen (FCA), die Überbauung von Netzverknüpfungspunkten mit Co-Location von Speichern schaffen zusätzliche Kapazitäten.
Investitionssicherheit statt neuer Hürden
Entschädigungsfreie Redispatch-Abregelungen, zusätzliche Einschränkungen beim Netzanschluss und immer neue regulatorische Hürden gefährden die Wirtschaftlichkeit von Windparks und Speichern. Gleichzeitig werden Netze noch immer zu wenig digitalisiert und Flexibilitätspotenziale nicht genutzt. Es drohen Investitionsrückgänge, Markteinbrüche und der Verlust von Arbeitsplätzen.
