Präzise Neubewertung ergibt mehr Ertrag




Im Windpark Pritzwalk West in Brandenburg hat greenwind eine bestehende Windenergieanlage erfolgreich schalltechnisch optimiert. Die Vestas V112 mit 3,45 MW Nennleistung und 140 m Nabenhöhe war im Jahr 2018 genehmigt worden und wurde nachts lediglich im schallreduzierten Betrieb gefahren. Mit der aktuell erteilten Änderungsgenehmigung darf die Anlage nun auch nachts im Power Mode betrieben werden.

Für den Betreiber bedeutet dies einen klar messbaren Mehrwert: Der voraussichtliche Mehrenergieertrag durch die Optimierung liegt bei rund 700 MWh pro Jahr. Dieser zusätzliche Ertrag entsteht allein durch die Anpassung des nächtlichen Betriebsmodus — ohne Errichtung neuer Anlagen und ohne zusätzliche Flächeninanspruchnahme.
 
Das Vorgehen:

Ziel des Änderungsantrags nach § 16b Abs. 8 BImSchG. war es, die immissionsschutzrechtlichen Spielräume der Bestandsanlage neu zu bewerten und zu prüfen, ob ein leistungsstärkerer Nachtbetrieb möglich ist, ohne die schalltechnischen Anforderungen zu verletzen. Gerade bei bereits genehmigten Windenergieanlagen können sich durch eine präzise Neubewertung der Schallsituation erhebliche Potenziale ergeben — insbesondere dann, wenn sich die Rechtslage ändert.

Wir haben das Vorhaben von der schalltechnischen Analyse über die gutachterliche Bewertung bis zur Begleitung des Änderungsverfahrens unterstützt. Dazu gehörten die Prüfung der bestehenden Genehmigungssituation, die Bewertung der relevanten Schallanforderungen, die Erstellung des Schallgutachtens sowie die fachliche Begleitung des Antragsverfahrens bis zur technischen Umsetzung und Dokumentation der neuen Betriebsweise.

Das Projekt zeigt, dass die Optimierung bestehender Windenergieanlagen ein wichtiger Baustein für mehr erneuerbare Stromerzeugung sein kann.



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