Kilian Fromm: Grüne Energie für Industrie und Schwerlastverkehr




Kilian Fromm übernimmt ab sofort die Geschäftsführung des Innovationsbereichs von greenwind, dessen Auf- und Ausbau er von Anbeginn maßgeblich mit vorangetrieben hat. Als eigenständiger Teil der greenwind Group setzt er sich mit seinem Team für die Entwicklung von integrierten Energiesystemen ein. Kernthemen sind hierbei Hybridprojekte, die Wärmewende sowie die Versorgung von Industrieunternehmen mit grüner Energie. Er übernimmt die Geschäftsführung von greenwind Gründer Manuel Lasse, der sich verstärkt der strategischen Ausrichtung der gesamten greenwind Group widmet. Wir fragen nach:

Kilian, mit welcher Idee bist du vor fünf Jahren angetreten?

Mein Antrieb bis heute ist die vollumfängliche Energietransformation, bei der die Erzeugung von grünem Strom der erste Schritt ist. Alle weiteren Schritte, insbesondere in den Sektoren außerhalb der reinen Stromerzeugung, werden sich in wenigen Jahren wesentlich verändern. Herausforderungen, die wir als Chance für die ganze greenwind Group nutzen werden.

Welche Akzente willst du setzen?

Bereits jetzt arbeiten wir eng mit unserer Projektentwicklung für Windenergieanlagen und Photovoltaik zusammen. Wichtig ist mir, dass wir die bestehenden Schnittstellen weiter optimieren: Organisation der Netzanschlüsse, Bauantragsverfahren für Umspannwerke, PV und die sich ergänzenden BESS, lokale Energiethemen, die frühzeitig in der Projektentwicklung vor Ort aufkommen und durch zukunftsorientierte Lösungen mit Speichern und Wärme gelöst werden können. Dabei haben wir immer die sich verändernden Marktrandbedingungen vor Augen und legen Wert darauf, die Menschen vor Ort in unseren Projekten mitzunehmen.

Was sind die aktuellen Projekte bei Green Wind Innovation?

Wir schließen gerade einige kommunale Wärmeplanungen ab, so in der Gemeinde Falkenberg/Elster. Parallel starten wir neue KWP-Projekte wie im Amt Meyenburg oder Breitenfelde. Wir prüfen aber auch die Machbarkeit von lokalen Wärmenetzen, aktuell in einer Gemeinde in Ostschleswig-Holstein. Bei unseren hybriden Projekten beziehungsweise Co-Location-Vorhaben integrieren wir neben den bestehenden EE-Projekten flexible Lasten, vorrangig BESS am selben Netzverknüpfungspunkt. Wir bearbeiten die Rückläufer von den im Baugenehmigungsprozess befindlichen Projekten, arbeiten die sich stets verändernden planungsrechtlichen Themen der Genehmigungsfähigkeit bei anderen Projekten ein und sind in der Abstimmung mit lokalen Genehmigungsbehörden.

Wo siehst du für 2026 eure Arbeitsschwerpunkte?

Die ganze Erneuerbaren-Branche in Deutschland schaut auf die Veränderungen, die sich beim Erneuerbare-Energien-Gesetz und im EnWG ergeben. Wir sind bereit, den von der Bundesregierung geforderten Weg – hin zur Kosteneffizienz und einer weiteren Marktintegration durch Flexibilisierung der Erneuerbaren – zu gehen. Wir forcieren die direkte Zusammenarbeit mit Industriekunden, werden aber auch das lokale Potenzial von Erneuerbarem Strom im Wärmesektor nutzbar machen.

Welche Bedeutung spielt dabei grüner Wasserstoff?

Konkret entwickeln wir im Rahmen des TH2ECO-Gesamtprojektes in Thüringen einen dezentralen Elektrolyseur und wollen perspektivisch den Wasserstoff im Schwerlastverkehr mit Partnern auf die Straße bringen. Hier sehe ich zum heutigen Stand das größte Potenzial für einen wirtschaftlichen Elektrolyseurbetrieb.

Wie ist dein Team perspektivisch aufgebaut, um die vielfältigen Herausforderungen zu meistern?

Beginnend mit technischen Herausforderungen, planungsrechtlichen Vorgaben und sich verändernden regulatorischen Anforderungen sowie politischen Entwicklungen bis hin zu dem Zusammenbringen von unterschiedlichen Akteuren, sind die Aufgaben jeden Tag anders. Daher ist unser Team schon heute so aufgebaut, dass es nah an den Menschen vor Ort arbeitet und thematisch breit aufgestellt ist. Wir pflegen enge Kontakte zu verschiedenen Unis und Hochschulen und betreuen Abschlussarbeiten. Wir arbeiten proaktiv. Dafür gibt es bei greenwind stets unterstützenden Vertrauensvorschuss.

Wie ist dein Karriereweg bei greenwind verlaufen?

Los ging es mit einem Praktikum am Ende meines Bachelors im Wirtschaftsingenieurwesen. Dann konnte ich parallel zu meinem Master viel Wissen aus der klassischen Projektentwicklung bei Wind mitnehmen und bei den ersten eigenen Sektorenkopplungsprojekten anwenden. Seit 2022 bin ich nun Vollzeit dabei, konnte das Team weiter aufbauen und gleichzeitig unsere Themen schärfen. Jetzt bin ich hier und freue mich auf das, was kommt.



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